So wirken sich Schulden auf die Gesundheit aus

So wirken sich Schulden auf die Gesundheit aus

Geldsorgen können schwer auf den Schultern lasten. Oft lassen sie die Betroffenen nicht mehr los, d.h. die finanziellen Schwierigkeiten sind in den Gedanken ständig präsent. Dies bleibt nicht ohne Folgen, wie mittlerweile zahlreiche Studien belegen. Wer Geldsorgen hat, ist häufiger krank und zugleich stärker anfällig für schwere Erkrankungen.

Geldsorgen machen krank

Wenn in diesem Zusammenhang von Krankheiten gesprochen wird, sind damit weniger Erkältungen oder Grippeerkrankungen gemeint. Im Vordergrund stehen Erkrankungen, die mit der Psyche in Verbindung stehen. Wie stark diese ausgeprägt sind, ist von Person zu Person verschieden. Zudem kommt es auch darauf an, wie groß die Geldsorgen sind und wie lange sie schon präsent sind.

Die Folge sind typische Probleme, zu denen Defizite in Sachen Aufmerksamkeit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen zählen. Für einige Menschen mag dies harmlos klingen, doch gerade auf Dauer ist mit Folgen für Körper und Psyche zu rechnen. Zumal es noch schlimmer kommen kann, von Schulden geplagte Menschen können ebenso von Angstzuständen und Depressionen betroffen sein.

Depressionen sind verbreitet

Wissenschaftler haben untersucht, wie viele Menschen, die unter Geldsorgen leiden, auch mit Depressionen zu kämpfen haben. Das Ergebnis ist erschreckend, denn die Mehrheit der Menschen ist betroffen. Einige sind sogar manisch depressiv, was die Situation verschlimmert.

In solchen Fällen geht von den manischen Phasen ein besonders hohes Risiko aus. Betroffene fühlen sich dann oftmals so leicht und frei, dass sie ihr Geld leichtfertig ausgeben oder sogar Schulden machen. Dies bleibt natürlich nicht ohne Folgen, weil die getroffenen Entscheidungen zu noch größeren finanziellen Problemen führen.

Suchtpotenzial ist gegeben

Diejenigen, die schon seit sehr langer Zeit mit Geldproblemen zu kämpfen haben und keinen Ausweg mehr sehen, ergreifen manchmal die Flucht. Gemeint ist die Ausflucht in verschiedene Süchte, insbesondere Alkohol und Spielsucht sind verbreitet. Fast immer fängt es ganz langsam ab, weil es leicht fällt, die Probleme für einige Augenblicke zu vergessen. Das Gehirn findet Gefallen daran, sodass sich die Such ausweitet.

Hier kommt es dann häufig zum selbe Problem wie bei den Manisch-Depressiven: Ihre Sucht muss gestillt werden, was wiederum bedeutet, Geld ausgeben zu müssen. So steigen die Ausgaben, was wiederum die finanzielle Situation verschlimmert.

Das Problem mit dem Teufelskreis

Wer in solch einen Teufelskreis gerät, sprich aufgrund seiner Geldprobleme noch mehr Geld ausgibt, steht vor sehr großen Schwierigkeiten. Der Schuldenberg droht zunehmend in die Höhe zu klettern, sodass die Situation immer aussichtsloser wird. Dies hat wiederum zur Folge, dass sich die gesundheitliche Situation verschlechtert.

Nur in den allerwenigsten Fällen gelingt es den Menschen, diesen Teufelskreis alleine zu durchbrechen und die privaten Finanzen wieder in den Griff zu bekommen. Meist hilft nur Unterstützung durch Spezialisten weiter. Aber bis dahin ist es ein weiter Schritt, da es sich die Probleme einzugestehen gilt. Erst dann sind die meisten Betroffenen dazu bereit, sich auf die Suche nach Experten zu begeben, um sich helfen zu lassen.